Montag, 27. April 2009

Pust, Keuch, Pffffffft.....

Ich war skaten, gerade eben, also FAST gerade eben. Aber meine Lunge fühlt sich immer noch so, als wäre es gerade erst gewesen. Ich bin total UNfit. Aber das soll sich ändern. Ab sofort werde ich nicht mehr so tun, als käme die Fitness über Nacht und im Schlaf. Ich werde wieder regelmäßig skaten gehen. Ganz nebenbei baut das auch Stress ab. Und wenn meine Masterarbeit kein Stress ist, dann weiß ich ja auch nicht...

Es geht voran, langsam, Stück für Stück und mal zwei Schritte zurück statt einen vor, aber es geht voran. Ich habe langsam den Eindruck, als könnte es doch noch eine wissenschaftliche Arbeit werden. Heute bin ich FREUD und JUNG begegnet und es macht fast Spaß, sich mit ihnen zu beschäftigen. Und der Mensch, der über die beiden schreibt, scheint zu wissen, dass nicht jeder immer und überall in Fremdworten badet und in Latein träumt. Das stimmt mich friedlich und zuversichtlich.
Aber dass die ganze Zeit die Sonne scheint und mich rauslockt und mich von meiner Arbeit abzuhalten versucht, das finde ich schon über die Maßen unfair. Ich tu aber so, als wäre draußen nicht herrliches Sommerwetter und als würde die Luft nicht voller süßer Düfte und verlockender Geräusche sein. Und dann gehts - nicht so sehr gut, aber es geht ...

Also, Master, ich komme!

Mittwoch, 22. April 2009

Aaaaaalles klaaar!

Also, der Satz, der mir gestern so Kopfschmerzen bereitete, ist gar nicht mehr so schlimm. Ja, ich finde nach wie vor, dass man seine Intelligenz und seine Schlauheit nicht auf einem Silbertablett durch die Gegend tragen muss. Und ich finde auch nach wie vor, dass kluge Worte noch kein Zeugnis für einen klugen Kopf sind. Und dennoch erfüllt es mich zumindest ein wenig mit Stolz, dass ich diesen Ätz-Satz möglicherweise geknackt habe.
Die Abständigkeit der Bibel meint wohl nichts anderes als ihre Sonderstellung, denn Abständigkeit ist nach Heidegger

der existentialistische Charakter der Sorge um den Unterschied mit den (abstrakt ausgelegten)Anderen, auch Man genannt.
Und wenn mich nicht alles täuscht, betont das Wort im Kontext "meines" Satzes lediglich, dass die Bibel ausgesprochen besonders - einfach anders - ist als alles andere.

Generativ heißt lt. Wahrig:
"die Zeugung betreffend, geschlechtlich".

ICH finde, das passt gerade gar nicht in "meinen" Satz, denn wenn ich statt generativ geschlechtlich einsetze, macht der Satz noch lange nicht mehr Sinn.
Nach langer Suche bin ich im dictionary auf die Übersetzung "produktiv" gestoßen.

Und plötzlich,
es war wie eine Erleuchtung:

"Mein" Satz machte Sinn.

Im Großen und Ganzen würde ich sagen, es war ein erfolgreicher Tag, denn ich habe einer fast zwei Tage alten Rätselaufgabe die Lösung und damit ihr Ende gebracht. Wenn das nichts ist, dann weiß ich auch nicht.
Es wäre jedoch ausgesprochen dämlich, wenn noch mehr solcher rätselhaften Sätze im Zuge meiner Masterarbeit meiner harren, denn dann könnte ich frühestens 2012 mit einem vorläufigen Ergebnis meiner wissenschaftlichen Arbeit rechnen.

Ach ja, erwähnte ich schon, dass ich keine Probleme mit dem Ghostwriting habe?...

Dienstag, 21. April 2009

WISSENSCHAFTLICHKEIT

Könnte es sein, dass Wissenschaftlichkeit ein Synonym für Umständlichkeit und Kompliziertheit ist?
Ich habe den Eindruck, je wissenschaftlicher ein Autor wirken will, desto umständlicher und verwirrender schreibt er. Das scheint so eine Art Neurose oder Zwang zu sein. Auf jeden Fall ist das nicht normal.
Mein aktueller Lieblingssatz lautet:

Dabei ist die Bibel nicht mit der heutigen Lebenswelt zu fusionieren, sondern
ihre Abständigkeit als Tradition ist generativ zu nutzen.

Ja, das sehe ich genau so ...

Da dieser Satz einen ganzen Abschnitt einleitet, der für meine Arbeit relevant zu sein scheint, muss ich mein Hirn verrenken und hoffen, dass ich den Sinn doch noch verstehe.
Gibt es auch eine Formulierung für weniger schlaue Mitmenschen, also für Leute wie mich, denen da ein oder zwei Verstandeszellen fehlen?
Ich werde versuchen, den Satz auseinanderzunehmen und ihn ins Normalo-Deutsch übersetzt, neu zusammenzusetzen. Vielleicht gelingt es mir und ich wachse innerlich wieder ein Stück. Das wäre sehr erfreulich, denn schließlich kommt wahre Größe von innen (ja, genau wie die Schönheit). Und wer will nicht echt groß sein?

Nackig machen?

Wer bloggt, ist der ein Exhibitionist?


Es ist vielleicht was dran. Denn man muss schon die Neigung dazu haben, sich vor anderen zu entblättern und dabei auch noch Freude zu haben.

Ein Freund stellte heute fest, dass ich ja nun auch unter die Blogger gegangen sei und wünschte mir viel Spaß beim "nackig machen". An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön für diesen lieben Wunsch.

Ich wollte schon immer mal darüber nachdenken, warum ich eigentlich so gern rede. Liegt es daran, dass ich eine Frau bin? Dann könnte der Grund für diesen Blog auch darin bestehen, dass ich meine Wortzahl nicht voll bekomme und überschüssige Worte einfach aufschreibe. Und dann kann ich den Verdacht, ich wäre exhibitionistisch veranlagt, von mir weisen. Ich glaube, diesen Weg mag ich.
Also, ich will mich nicht nackig machen, ich weiß einfach nur nicht, wohin mit den vielen Worten. Der aufmerksame Leser wird jetzt vielleicht sagen: schreib sie einfach in deine Masterarbeit.
Guter Versuch. Aber wenn ich das tue, kann ich nicht mehr für die Wissenschaftlichkeit derselben garantieren (was ohnehin schwer wird). Die Worte für die Masterarbeit entstammen einer anderen Kategorie. Müssen sie auch, denn was täten die Männer, wenn sie nur die "normalen" Worte für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung hätten?
Also, ich muss meine Überkapazität anders abbauen. Da meine beiden großen Mädchen in der Schule, die kleine bei der Oma und mein Mann in Polen ist, bleibt mir nur noch das www. Aber das soll jetzt keine Klage sein. Im Gegenteil, ich merke zunehmend, wie es mir gefällt, mich hier zu "entblättern", im besten Sinne des Wortes.

Doch nun genug geschwafelt, zumindest für den Moment. Ich habe nämlich zu tun, meine Masterarbeit fühlt sich sträflich vernachlässigt und bevor sie abhaut und sich einen anderen Schreiberling sucht, werde ich ihrem Rufen nachgeben und mich wieder ran setzen.

Montag, 20. April 2009

Blog ist neutrisch bis maskulin

Ich habs rausgefunden. Wikipedia sei Dank!
Ich hätte natürlich auch in den Duden oder den Wahrig schauen können, aber das wäre nicht so schnell gegangen. Und ich hätte für den Wahrig in die Bibliothek laufen müssen, denn ein solcher fehlt mir noch in meiner Sammlung. Und überhaupt, da ich nachher noch Kaffee trinken möchte und damit meine wissenschaftliche Arbeit schon wieder unterbreche, musste ich den leichteren Weg gehen und im welt-weiten-netz nach Antworten suchen.

Also, wiki sagt:

Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als Bloggen bezeichnet. Die
Begriffe „Blog“, „Blogger“, „Bloggerin“ und „Bloggen“ haben in den allgemeinen
Sprachgebrauch Eingang gefunden und sind in
Duden und Wahrig eingetragen.
Die sächliche Form ('das Blog') wird dort als Hauptvariante und die maskuline
Form ('der Blog') als zulässige Nebenvariante genannt.



Ergo: Ich blogge, ich bin eine Bloggerin und MEIN Blog ist maskulin!

Schön, weiß ich wieder etwas mehr und nun zurück an die Arbeit.

Tag Eins

Tja, ich habe eine Reihe von Freunden, die bloggen. Also dachte ich, ich will das auch.
Ich habe keine Ahnung, wie aktuell ich sein werde. Noch weniger weiß ich, ob ich auch was zu sagen haben werde. Aber ich bin nun mal eine Rampensau und darum will ich sehen, wie weit ich komme.
Gerade müsste ich an meiner Masterarbeit sitzen und sie endlich fertigstellen. Aber was ist wohl wichtiger, als einen eigenen Blog (ist Blog eigentlich feminin, maskulin oder neutrisch? Ich muss mal darüber nachdenken oder mich zumindest informieren, bis dahin ist Blog maskulin, denn ich habe nur eine verschwommene Ahnung, wie man damit umgeht) zu erstellen? Na? Nichts, ist doch klar, auch keine Masterarbeit!

Ich habe nun also 5 lange Jahre Theologie studiert und da kommt so ein kleiner "Mount Everest" in Form einer Masterarbeit daher und will mich am Vollenden hindern und mein innerer Schweinehund legt sich auch noch quer.
Liebe Leute, diese Schweinerei muss eine andere werden.
Also vorerst Schluss mit bloggen (oder heißt es eigentlich bloggern?), jetzt wird gemastert ...